
Der Stern
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus dem Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.
© Wilhelm Busch (1832 - 1908)

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"Weihnacht"
In dem Kind in der Krippe
begegne ich
dem wehrlosen Kind
dem hilflosen Kind
dem verletzten Kind
dem ohnmächtigen Kind.
In dem Kind in der Krippe
begegne ich
dem wehrlosen Kind in mir
dem hilflosen Kind in mir
dem verletzten Kind in mir
dem ohnmächtigen Kind in mir,
das ich heute an die Hand nehme,
um weiter zu gehen,
gemeinsam.
In dem Kind in der Krippe
begegne ich
dem willkommenen Kind
dem beschützten Kind
dem ersehnten Kind
dem geliebten Kind.
In dem Kind in der Krippe
begegne ich
dem willkommenen Kind in mir
dem beschützten Kind in mir
dem ersehnten Kind in mir
dem geliebten Kind in mir,
mit dem ich heute
gemeinsam
in UNSER Leben gehe.
© Sabine Marya Weitere Infos zu Sabine Marya: www.marya.de
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Die vier Kerzen von Elli Michler
Eine Kerze für den Frieden,
weil der Streit nicht wirklich ruht,
Für den Tag voll Traurigkeiten.
Eine Kerze für den Mut.
Eine Kerze für die Hoffnung,
gegen Angst und Herzensnot,
wenn Verzagtsein unsren Glauben
heimlich zu erschüttern droht.
Eine Kerze, die noch bliebe,
als die wichtigste der Welt:
Eine Kerze für die Liebe,
voller Demut aufgestellt,
dass ihr Leuchten den Verirrten
für den Rückweg ja nicht fehlt,
weil am Ende nur die Liebe
für den Menschen wirklich zählt.
Aus: Ich wünsche dir Zeit,
© Don Bosco Verlag
München, 3.Aufl. 2006
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