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Do. 09. Mai 2013

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© AutorIn Witburg Daehling

Alltag
Grau verhangen ist der Tag.
Zwischen den unzähligen Hochhäusern hallen ihre Schritte.
Blitzartig dreht sie ihren Kopf nach hinten - folgt ihr jemand?
Zuweilen klingt das Echo gespenstisch, spielt der Widerhall ihr einen Streich?
Ihr ist kalt - in ihr macht sich eine beklemmende Angst breit - sie kennt dieses Gefühl Angst zu haben eigentlich gar nicht.
Warum heute - warum breitet sich dieses Gefühl Angst zu haben sich so intensiv in ihr aus.
Nun, es wird, es muss an diesem heutigen Tag liegen.
Nicht nur grau ist der heutige Tag sondern auch trübe.
Solche Tage stimmten sie schon von jeher unsicher und ängstlich.

Warum sind auch die Gehwege meistens nur mit grauen, harten, stupiden Steinpflaster belegt?
Ganz ungewohnt - menschenleer - sie allein auf diesem endlosen Weg, wo sonst viele Menschen hasten und eilen im ewigen Kampf mit der Zeit.

Fünf Minuten, zehn Minuten sind vergangen, sie gewöhnt sich langsam an den Widerhall der Schritte, sie gewöhnt sich an die Leere, die völlige Einsamkeit dieses Morgens, das gleichmäßige Klik-klak - klik - klak ihrer Sandalen.
Ihre Gedanken kreisen - wie ein Roulett.
Eigentlich doch ein herrlicher Morgen.
Es scheint fast eine Ewigkeit her, wo sie die ersten Stunden eines erwachenden Tages so wahrgenommen hat. Meistens strebte sie interesselos morgens auf dem grauen Pflaster der U-Bahn entgegen, ohne den Morgen, den erwachenden Morgen zu genießen.
Alles ließ sie an sich vorbei ziehen. Nicht einmal bemerkte sie das Zwitschern der Vögel, die hier und da eifrig nach Regenwürmern auf der Wiese pickten.
Sie sah nur die U-Bahnlichter in der Entfernung - weiter nichts um sich - nicht die Menschen, nicht die Häuser, nicht den erwachenden Tag.
Klik - klak - klik - klak

Heute ist sie aufgewacht, heute ist es anders, im Moment lässt sie ihren Blick über die kleinen Vorgärten der Hochhäuser, die mit viel Phantasie und Liebe angelegt sind gleiten.
Irgendwie verspürt sie gar eine Verzauberung in dieser frühen Stunde.
Welch Umkehrung hat sich in ihren Gedanken vollzogen, jetzt gerade in diesem Moment alles so intensiv wahrzunehmen, was um sie passiert.
Alles liegt noch verschlafen, verträumt da.
Nebelschleier hängen zwischen den Bäumen und Häusern.
Die Straeucher wirken vom Tau überzogen wie aus Filigran.
Sie atmet die neblige Luft ein - ja, atmen, träumen. Klik - klak - klik - klak

Die Kirchturmuhr lässt - verschwommen durch den Nebel - die Zeiger erkennen, wie in einem Geisterfilm.
Wäre eine gute Kulisse für einen englischen Krimi.
Plötzlich hört sie das Bremsen der Räder in der Ferne - die U-Bahn fährt ein.
Mit jedem Schritt wird das Geräusch lauter - schriller - schon bald hat sie die Station erreicht.
Klik - klak - klik - klak

Sie wartet auf dem Bahnsteig.
Der nächste Zug lässt noch auf sich warten.
Gleichzeitig mit dem Blick zur Uhr entdeckt sie die Gestalt eines Besoffenen.
Er wankt an ihr vorbei, seine Augen irren glasig umher.., er entblößt die vergilbten, stummeltaften Zähne - die Fahne hoch - der Versuch weiterzusingen erstickt in einem Lallen.
Er schleicht um die Abfallkörbe herum, durchstöbert sie nach etwas Trinkbarem, der Nachdurst lässt ihn wohl nicht zur Ruhe kommen.
Die Hose weist nasse Flecken an bestimmten Stellen auf - ihr ist, als sei sie in einer stinkenden Blase eingeschlossen.
Da, er hat eine Dose gefunden, setzt sie an den Mund, der kleine Rest läuft an dem zerfurchten Kinn zum Hals herunter, was er mit lautem Fluchen akzeptiert.

Sie weiß um die Wirkung des Alkohols - das Zugnichtemachen der Gefühle - der Gedanken - der Befehle für den Körper und Geist.
Er wankt weiter zum nächsten Abfallkorb.
Ein Ekel macht sich in ihr breit.
Diese unzähmbare Besessenheit zu suchen und immer wieder zu suchen, ist bemerkenswert.
Infolgedessen, dass kein Erfolg beim zweiten Abfallkorb zu verbuchen war, steuert er auf sie zu, lässt sich an ihre rechte Seite auf die Bank fallen.
Ein Zurückweichen ihrerseits hält ihn nicht ab, ihr auf noch unerträglichere Art näher zu kommen.
Als er seinen Mund aufmacht - und versucht etwas zu sagen - zieht wieder eine Alkoholfahne an ihr vorbei.
Der Geruch, den sein Körper verbreitet, ist von einer penetranten, perversen Ekelhaftigkeit.
Sie betrachtet ihn teils mit stummer Wut, teils mit Wehmut in ihrem Innern.
Dieser Mensch ist eine Kreatur Gottes.
Dieser Mensch findet Gefallen oder sucht Gefallen am Alkohol, dieser Mensch ist voll ausgerichtet darauf, seinen Körper zu ruinieren, bis dass der Suff Alpträume und weiße Mäuse in seinen zerrissenen Gedanken hervorruft oder er in das tiefe schwarze Loch fällt.

Wer wird ihn auffangen?
Wer wird ihn den Weg zeigen aus dieser Misere herauszukommen, wieder Mensch zu sein - eingegliedert werden in ein normales Leben?
Gibt es das noch für ihn?
Es ist ein ferngerückter Gedanke.
Worüber denkt er nach, kann er eigentlich noch denken?

Der Wunsch aufzustehen, fortzulaufen von hier - weit fort, um dies nicht mehr mit ansehen zu müssen - nimmt von ihr Besitz.
Doch der erste Versuch sich von der Bank zu erheben, scheitert, auch wenn die innere Stimme schreit fort - fort - fort von hier.
Eine Hand packt sie mit festem Griff, der Besoffene nimmt ihren verstörten fragenden Blick auf, während ein Tränenstrom langsam aus seinen rotumränderten Augen dringt.
Sekundenlang - für sie beängstigend hält sie dem Blick des Besoffenen stand.
Mit einem Ruck wendet er sich von ihrem Gesicht ab und starrt er gedankenverloren in die Gegend.

Und wieder kreisen ihre Gedanken, hämmert es in ihr, was bist du für ein Mensch - wodurch bist du so geworden, ist es ein Dauerzustand, ist es ein Ausflippen, ist es einfach die Gesellschaft, unsere Gesellschaft den Rücken kehren.
Warum ändert er den Prozess der Zerstörung nicht und sagt - ich lebe, ich will leben, ich muss erleben.

Mit einem Mal springt er auf, torkelt weiter, sie sieht ihm nach bis er in der Menschenmenge verschwunden ist.
Er hat ihr nicht in lallenden Worten gesagt - ich lebe, ich will leben, ich muss leben....





* Rolf Werner Sauerwein *

ein bemerkenswerter Künstler
aus Eschenburg-Simmersbach



HOBBY ??? * "KÜNSTLER" ???
Hier stellt Rolf sich Ihnen vor.
Ich, Rolf, aufgewachsen in Dautphetal-Holzhausen, (sehr schönes Dorf im "Hinterland", in der Nähe von Biedenkopf-Marburg gelegen).
In Eschenburg-Simmersbach lebend, fühle mich dort und Umgebung zuhause.
Von Beruf Architekt, seit einer länger währender Krankheit einschließlich anderer Schicksalsschläge und Menschliche Täuschungen, widme ich mich zunehmend Zeichnung, Malerei und Fotografie.

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Poetisch tiefsinniges aus
Traun in Österreich




Solche schönen Bilder & Texte schickt mir mein
E-Mail Freund Oskar
www.spitzbub.tk


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Kranker für Kranke bedankt sich herzlich
für das zur Verfügung stellen ihrer Werke







Thema: © COPYRIGHT

Kranker für Kranke bekommt sehr oft von Stammbesuchern Texte/Bilder etc. zugemailt, wo oft aber der/die AutorIN nicht benannt wurde und man davon ausgeht daß es Gedankengut des Zusenders ist.

Sollte ich in irgendeiner Weise gegen das COPYRIGHT Gesetz verstoßen haben, bitte ich Sie das zu entschuldigen und um Benachrichtigung per Mail, ich werde dann das Gif, Bild oder den Artikel umgehend löschen.
Dabei möchte ich wie schon erwähnt aber nochmals zu Bedenken geben, dass ich als Schwerbehinderter ohne jegliche finanzielle Unterstützung meine Homepage betreibe, um anderen kranken Menschen Informationen, Poesie und auch Lustiges zukommen lassen.

Man mir wie schon erwähnt auch oft Texte/Bilder etc. zusendet, um mir hinsichtlich meiner Handicaps etwas Erleichterung zu verschaffen.
Den hier zugrunde gelegten Anforderungen gute Infos an Kranke weiter zu geben, erfordern oft trotz vieler Schmerzen Disziplin!!

Dies möge Ihre Toleranz anregen.
Wenn Sie dennoch auf eine Löschung bestehen schicken Sie mir Ihre Mail.
Pocht einfach auf den Briefkasten
    

Ihr
Hubert "Charly" Wissler





* Gedichte *
von
Wolf-Alexander Melhorn
Wolf-Alexander Melhorn
* www.melhorn.de/Prosalyrik *


Freiheit
Ihr Tanz der Worte steigt empor,
wie Sonnenspiel der Schmetterlinge.
Ein Werben um Bestätigung,
die Übung für ein Irgendwann!

Wenn so sich Seelen schließlich niederlassen,
dann rücken manche zueinander
- wie Neugier sich das eben fügt!

Ist dem auch noch der Zufall zugeneigt
und lässt Gefühle aneinander schmiegen
kann Stille um die beiden werden.

Geborgen in der Seeligkeit,
versinken sie
- bei aller Freiheit ihres Tuns -
in jenem Augenblick,
den stillles Sehnen so erhoffte.

Kurzbiographie von
Wolf-Alexander Melhorn ??



Hier das kleine Überaschungsspiel
aus dem Jahr 2006


Neu bestückt
Mai 2013


Sie führen nach dem Klicken auf den Navigator einfach Ihren Cursor auf einen lila Knopf und erfahren schon mal was es
da für Überraschungen gibt.

Ab und zu gibts da was Neues.









!! Neues Forum !!

Kranker für Kranke verfügt ab sofort über ein "eigenes" frei von WERBUNG gehaltenes
Gesundheits-Forum, wo jeder mit seinem Thema Mitbetroffene suchen und sich darüber austauschen kann.
Machen Sie bitte regen Gebrauch von diesem tollen Angebot.
Es wird Ihnen dort auch einiges Kurzweiliges zur Unterhaltung geboten!!!!

Wenn Sie nun auf das Banner vom Forum drücken,
steht Ihnen nichts mehr im Wege.

Forum * Kranker für Kranke *





wo es allemal lohnt tief darüber nachzudenken

Vermissen
Autorin: Annegret Kronenberg

Der Sonne werde ich nicht fehlen,

und der Wind wird mich nicht vermissen,

wenn ich einmal nicht mehr bin.

Die Vögel werden weiter ihre Weisen singen,

und Menschen haben mich längst vergessen,

aber in einer großen Hand

ist mein Name festgehalten.

Copyright © Annegret Kronenberg




Mai 2013

eigenen Gesellschaft

Wer sich in der eigenen Gesellschaft nicht wohlfühlt, hat gewöhnlich ganz recht.

Coco Chanel,
franz. Modeschöpferin
(1883-1971)
Mai 2013

ein paar Blumen

Ich habe heute ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken.

Christian Morgenstern,
dt. Dichter
(1871-1914)



Zitate



ab sofort künftig mit Quellenangaben

Die Basis unseres Seins ist die Ernährung.
Johann Lafer, österr. Sternekoch (geb. 1957)

Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.
Albert Einstein, Physiker (1879-1955)

Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller Welten leben, und der Pessimist fürchtet, dass dies war ist.
James Branch Cabell, US-Schriftsteller (1879-1958)

Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.
Josephine Baker, franz. Tänzerin (1906-1975)

Ein Kuss ist Mund-zu-Mund-Beatmung ohne medizinischen Anlass.
Joachim Fuchsberger, dt. Schauspieler (geb. 1927)

Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben.
Bertrand Russel, brit. Mathematiker (1872-1970)

Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.
Henry Miller, US-Schriftsteller (1891-1980)

Unsere Fehlschläge sind oft erfolgreicher als unsere Erfolge.
Henry Ford, Gründer von Ford (1863-1947)




Beurteile nie einen Menschen nur mit den Augen,
sondern auch mit dem Gefühl.
Es ist wie mit den Früchten, die Schale wirft man weg,
das Innerste genießt man!



* Das Gesundheitsarchiv *
*
"HIER..." *

erwarten Sie viele Infos über verschiedenste Krankheitsbilder,
neueste OP-Methoden oder Therapien!!
Vielleicht ist auch was zu Ihrem Thema dabei!!






Hier haben Sie die Möglichkeit zu meinen Archiven zu gelangen, wo viel Poesie und
Nachdenkenswertes auf Sie wartet.
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Es erwartet Sie wirklich
ein reichhaltiges Angebot !!

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